Sonderausstellung: Von der Zwangsanstalt zum Sozialpädagogischen Betreuungszentrum Korneuburg
Eröffnung am Tag des Denkmals am 27.September 2026

Die Geschichte des heutigen Sozialpädagogischen Betreuungszentrums Korneuburg reicht bis in das Jahr 1887 zurück. Als Zwangs- und Besserungsanstalt gegründet, war die Einrichtung über viele Jahrzehnte ein Ort institutioneller Jugenderziehung, deren Vorstellungen und Methoden einem starken gesellschaftlichen Wandel unterlagen.
Mit der Sonderausstellung „Von der Zwangsanstalt zum Sozialpädagogischen Betreuungszentrum Korneuburg“ beschäftigt sich das Stadtmuseum Korneuburg erstmals umfassend dieser Geschichte. Im Mittelpunkt stehen dabei die Lebensbedingungen und Erfahrungen der Jugendlichen ebenso wie die Frage, wie sich gesellschaftliche Vorstellungen von Erziehung, Fürsorge und Verantwortung über die letzten Jahrhunderte verändert haben.
Aktuelle Sonderausstellung: Die Werft 1925 bis 2025
Ein Rückblick über die Schiffswerft Korneuburg in den letzten hundert Jahren.
Finissage am 12. und 13. September beim Hafenfest in der Halle 58

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Werft Korneuburg unter dem politischen Einfluss der Ersten Republik, des Ständestaates, dem Anschluss an Deutschland 1938 mit allen Auswirkungen auf die Mitarbeiter, die Befreiung und Besetzung 1945 durch die Russische Armee, die anschließende Eingliederung in die USIA bis zum Staatsvertrag mit der Rückgabe der Werft an die DDSG und Österreich. Der Wiederaufbau in der Zweiten Republik, die Stabilisierung Österreichs und der Arbeitsplätze in der Werft wird ebenso gezeigt wie die Entwicklung bis zur Privatisierung und der Stilllegung der Werft 1993. Die Nachgeschichte des Werftgeländes mit dem Abbruch vieler Gebäude und Anlagen, den Besitzerwechseln der Werftgrundstücke, der verschiedenen Planungen für eine Nutzung des früheren Werftgeländes werden bis zum heutigen Zeitpunkt vermittelt.
Sonderausstellung Hochseeschiffe aus Korneuburg
Eröffnung am offenen Tag der Tür am 3. Oktober 2026

Die Schiffswerft Korneuburg, gegründet 1852, war durch ihre Lage eigentlich eine Binnenwerft und 1943 Stromkilometer vom Schwarzen Meer entfernt. Bereits während des Anschlusses an das „Tausendjährige Reich“ liefen 1943 Hochsee-Kriegstransportschiffe vom Stapel. Während der sowjetischen Besetzung war die Werft ein USIA-Betrieb und fertigte 57 Seeleichter (Hochseegüterkähne) für die UdSSR. Nach dem Staatsvertrag 1955 gelang es der Werft, Aufträge über Küstenmotorfrachtschiffe, Hochseeschiffe für Griechenland, Nigeria, Deutschland, Schweden und die UdSSR abzuschließen. 1989 erhielt die Werft Korneuburg den Auftrag für den Bau von zehn eisgängigen Hochseeholztransportschiffen von einer Reederei in Archangelsk, UdSSR, der 1992 fertiggestellt werden konnte. Nach der Privatisierung der Werft 1991 kam es 1993 zur Stilllegung der Schiffswerft Korneuburg.
Die Ausstellungseröffnung erfolgt am 3. Oktober 2026 im Stadtmuseum Korneuburg und kann bis Juli 2027 besichtigt werden.
Unsere Dauerausstellung
Die Sammlung des Stadtmuseums umfasst vor allem Objekte aus der Neuzeit, insbesondere Alltagsgegenstände des 19. und 20. Jahrhunderts, anschaulich präsentiert im 2016 fertiggestellten Schaudepot im Untergeschoß. Hier werden die Museumsobjekte zeitgemäß gelagert und archiviert, sind aber zugleich für Besucher*innen zugänglich.
Die Dauerausstellung im Obergeschoss wird derzeit überarbeitet.
Einen Schwerpunkt des Museums bilden Objekte und Dokumente aus der ehemaligen Schiffswerft. Zahlreiche Schiffsmodelle dokumentieren die Bedeutung der Werft für die Stadt.
Zudem verfügt das Museum über eine gut sortierte Bibliothek und eine umfangreiche Fotosammlung (Digitalisate).
Wechselnde Sonderausstellungen zur Geschichte der Werft, aktuellen Themen oder Jubiläen sowie Sonderausstellungen von zeitgenössischen Künstler*innen bieten immer wieder Gelegenheit neues kennenzulernen und die Geschichte Korneuburgs neu zu erleben.

